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Perl-Arbeiten in Kloster Medingen Medingen
Ziemer, Erika, 40 Seiten, 32 Abbildungen, davon 29 farbig. 24 x 17 cm, Paperback
ISBN 3-7845-0902-9, 5.00 EUR
Eingeschränkt lieferbar (Z. Zt. nur erhältlich vom Kloster Medingen, Klosterweg 1, 29549 Bad Bevensen)

Die Geschichte von Kloster Medingen reicht über 765 Jahre zurück bis in das Jahr 1228, als vier Zisterzienserinnen von Wolmirstedt bei Magdeburg aufbrachen, um ein neues Kloster zu gründen. Das "Heide-Kloster" Medingen in Bad Bevensen, heute evangelisches Damenstift, besitzt eine Sammlung recht eindrucksvoller Perl-Arbeiten, vorwiegend aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Frauenklöster versorgten im Mittelalter zahlreiche Kirchenschätze mit kostbaren Textilien, darunter auch perlenbestickte Ornate, Paramente u.a. Besonders die sechs „Heide-Klöster" Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode und Wienhausen sind als Lieferanten wertvoller Stücke berühmt, wie sie sich heute beispielsweise im Halberstädter Domschatz oder im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe bewundern lassen.
Die Sammlung in Medingen wurde erst vor einigen Jahren, basierend auf einem kleineren klostereigenen Grundstock, angelegt und ausgebaut. Dies ist dem Engagement einer Medinger Konventualin zu verdanken, die sich mit den alten Handarbeitstechniken wieder vertraut machte, um die Stücke der Sammlung pflegen und restaurieren zu können.
Unser Bändchen stellt darum die schönsten und wichtigsten Stücke der Sammlung nicht nur in hervorragenden Aufnahmen von Jutta Brüdern - u.a.auch mit Detailaufnahmen - vor. Sie werden darüber hinaus ausführlich hinsichtlich Maßen, Material, Herkunft, Technik und Erhaltungszustand beschrieben. Die Geldkatzen, Klingelzüge, `Schürze' für den Äbtissinenstab, Pantoffeln, Damentäschchen, Puppenmöbel, Buchhüllen, Zier-Rahmen, Stellbilder, Schreibmappe, Halskette und Kragen führen eine Welt vor Augen, deren verspielte Ernsthaftigkeit auch den heutigen Betrachter faszinieren kann.
Der Band bietet im Anhang eine Übersicht über die Techniken der Arbeit mit natürlichen und mit künstlichen Perlen sowie Literaturhinweise.

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