Carl Larssons Welt
Köster, Hans-Curt (Hrsg.), mit Beiträgen von Görel Cavalli-Björkman, Hans-Curt Köster und Bo Lindwall, 192 S., 410 Abb., dav. 205 farbig; 28x28 cm, Leineneinband mit Schutzumschlag. Available in Sweden from www.forlagssystem.se or Carl Larssongaarden, Sundborn
ISBN 3-7845-2707-8, 39.80 EUR (Cell. Pappband siehe Titelnr. 2708-6)
Dieses in sechs Sprachen übersetzte Buch bietet reichhaltige Querschnitte aus allen künstlerischen Schaffensbereichen des populären schwedischen Künstlers vom "Haus in der Sonne", Carl Larsson (1853 - 1919).
Das erste Drittel des Buches liefert nach einem Überblick über Larssons Leben, Werk und Wirkung Kapitel, die seine Ausbildungszeit und seine "Auftragsarbeiten" behandeln: Jugend- und Akademie-Jahre - Freilichtmaler in Frankreich - Die großen Aufträge - Porträts - Gelegenheitsarbeiten - Akte - Illustrationsaufträge. Hier wird Larsson als bedeutender Monumental-Maler, Zeichner, Radierer und Buchillustrator erkennbar.
Die restlichen zwei Drittel des Buches widmen sich unter verschiedenen Aspekten dem Alltagsleben bei Larssons: - Schweden - Familienleben als Spiel - Leben im Freien - Die Familie Larsson - Das Haus. Hier werden nach kurzen Einführungen die Bilder von zahlreichen Textpassagen aus Carl Larssons Büchern begleitet. Eine Zeittafel beschließt den Band.
In bis heute einmaliger Weise stellt dieses Buch Larssons schönste und bekannteste Bilder im Zusammenhang mit ihnen thematisch verwandten Larsson-Bildern aus anderen Zeiten vor, es zeigt dadurch auch zahlreiche wenig bekannte Motive. Vor allem aber wird damit Larssons Leben und Werk vorgestellt als "gemalte Utopie vom Leben als `Spiel'": Die Bildfolge zeigt zunächst nur die ständige Veränderung von Familie und Haus, durch die Texte erweisen sich aber die Bilder außerdem als permanente künstlerische Erprobung von Daseins-Entwürfen: die ständige existentielle Auseinandersetzung eines Künstlers um 1900 mit Themen und Problemen seiner Zeit wird deutlich.
Der Verlag tritt mit diesem Buch all jenen Produkten entgegen, die Carl Larssons Bild-Erfindungen mißbraucht haben, sei es als Keksdosen-Dekor und Werbedrucke oder "nur" als illustrativen Hintergrund für Kinder- und Erbauungs-Bücher. Gleichzeitig versucht er, das Phänomen Carl Larsson nicht nur aus kunsthistorischer Sicht abzuhandeln. Deshalb finden sich im Vergleich zu dem Carl Larsson-Ausstellungsbuch 1992 in `Carl Larssons Welt' relativ mehr von den "typischen" Larsson-Bildern, und diese in einem dichteren thematischen Zusammenhang, während aus den übrigen Schaffensgebieten nur die wichtigsten Arbeiten vertreten sind. Die Stockholm/Göteborger Ausstellung von 1992 hat sich zwar an der Gliederung von `Carl Larssons Welt' orientiert, ohne aber das Konzept aufzugreifen, die ständige Veränderung bei den Larssons und deren Utopie sichtbar zu machen.
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