Ernst Barlach - Leben im Werk Plastiken, Zeichnungen und Graphiken, Dramen, Prosawerke und Briefe
Groves, Naomi Jackson, 9., veränderte Auflage 2009. 120 Seiten, 120 Abb., davon 23 farbig. 27 x 21 cm, cellophanierter Pappband
ISBN 3-7845-4152-5, 14.80 EUR
Dieser einzigartige Querschnitt durch Barlachs Gesamtwerk (Schriften, Graphiken und Plastiken) hat sich auch nach über 35jähriger Forschung mit neuen Ergebnissen und auch etlichen neuen Fragen als ideale Einführung zu Ernst Barlach behauptet. Deshalb konnte die Neu-Ausgabe 2009 dieses Klassikers im Prinzip unverändert bleiben, zeigt aber 23 Plastiken statt bisher schwarzweiß nunmehr farbig. Gleichzeitig wird auch die englische Ausgabe wieder vorgelegt.
Ernst Barlach (1870-1938) zählt zu den bekanntesten modernen Künstlern. Seine Kunst wurde von den Expressionisten anerkannt, Existenzphilosophen zählten ihn unter die ihren, seine Dramen wurden bis in die 1930er Jahre aufgeführt. Hinter den von ihm behandelten Themen wie Armut, Krieg, Gott, Unrecht oder Unterdrückung wird seine Hauptfrage nach der Möglichkeit menschenwürdigen Daseins stets deutlich.
Kannte man bisher vor allem den Plastiker Barlach, so bietet dieses Buch erstmals einen Querschnitt aus dem „ganzen Barlach“, dem Schriftsteller, Graphiker und Plastiker. Und dies dermaßen chronologisch geordnet und miteinander verwoben, daß die existientielle Position Barlachs immer wieder deutlich wird. Auch seine Frühzeit wird nicht ausgeblendet. Mit wenigen Ausnahmen sind die Hauptwerke in diesem Band vertreten – die Texte in Auszügen. Die Autorin gibt behutsame Hinweise und Kommentare, ihre Einführung ist kunsthistorischer Essay und Lebensbeschreibung zugleich. Am Schluss des Bandes: Eine Lebensdaten-Übersicht und ein Verzeichnis der wichtigsten Quellen.
„Naomi Jackson Groves hat sich mit ihrem klugen Arrangement und respektvoller Befragung des Bildhauers, Linienoperateurs und Wortschöpfers um eine substantielle Resonanz verdient gemacht. Autobiographie und Tagebuch, Briefe und Gespräche, Roman und Drama liefern Textauszüge, die den seelischen Haushalt und die künstlerische Ökonomie dieses charaktervollen Außenseiters in authentischer Weise und in logischer Korrespondenz zur figuralen Gestaltung fixieren.“ (Hans Kinkel, FAZ)
zurück

Impressum