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Dürer, 3. völlig neu bearb. u. erweiterte Aufl. Mit Beiträgen Georg Josef Dietz, Bruno Heimberg, Joseph Harnest und Anna Scherbaum.
Strieder, Peter, ca. 400 S., ca. 467 Abb., dav. ca. 165 farbig u. 9 zweifarbig; 33 x 25 cm, Leinen mit Schutzumschlag, in Schuber
ISBN 3-7845-9142--6, ca. 79.00 EUR
in Vorbereitung (ca. März 2012)

Albrecht Dürer (1471-1528) ist wohl der bekannteste deutsche Künstler. In zahlreichen, zum Teil von ihm weiterentwickelten künstlerischen Techniken erreichte er höchste Vollendung. Er war auch der erste Autor, der über kunsttheoretische Fragen in deutscher Sprache schrieb. Seine zwei Reisen nach Italien markieren den Schritt der deutschen Kunst von der Gotik zur Renaissance. Unzählige noch heute wirksame bildhafte Vorstellungen, besonders religiösen Inhalts, gehen auf seine Bilder zurück.
Dieses großzügig ausgestattete Buch des langjährigen Direktors am Germanischen Nationalmuseum (Nürnberg) Dr. Peter Strieder hat sich international als "das" Dürer-Buch durchgesetzt. Es erschien seit 1981 in mehreren Auflagen u.a. in Englisch (Abaris Books), Französisch (Albin Michel), Italienisch (Rizzoli), Japanisch (Chuokoronsha) und Niederländisch (Mercatorfonds). Das Konzept des Buches haben Autor und Verleger in Abstimmung mit ausländischen Kunst-Verlegern entwickelt. Nun wird eine aktualisierte Auflage vorgelegt.
Der allgemeinverständliche Text berücksichtigt nahezu sämtliche Aspekte und heute möglichen Interessen an Dürer, so z.B.: Leben, historisches Umfeld, Einflüsse und Auswirkungen, Alltag und Ideale, Technik, Wirtschaft und Gesellschaft, Erfindungen und Theorien u.v.a.m..
Das Abbildungsprogramm umfaßt alle Gemälde Dürers, 80 an der Zahl, davon 77 farbig, die Strieder als vollständig eigenhändig ansieht; von Dürers 350 Holzschnitten werden 106 abgebildet, darunter zwei kolorierte farbig und die "Kleine Passion" vollständig. Aus den etwa 100 Kupferstichen und Radierungen wurden vier Eisenradierungen ausgewählt sowie 52 Kupferstiche, eingeschlossen die vollständige "Kupferstich-Passion". 26 Reproduktionen, davon 25 farbige, vertreten Dürers rund 60 Aquarelle bzw. Wasser- und Deckfarben-Malereien. Seine über 1.000 Zeichnungen werden repräsentiert durch 72 Federzeichnungen (davon 21 aquarellierte in Farbreproduktionen), 19 Pinsel- Zeichnungen (davon 8 farbig), 14 Kreide- oder Kohlezeichnungen (davon 2 farbig) sowie 18 Zeichnungen mit Metallstift. Hinzu kommen 4 Wiedergaben von Dokumenten und 29 Vergleichsabbildungen anderer Künstler (davon 4 farbig).
In knappen Bildkommentaren gibt Strieder Hintergrund-Informationen und ggf. Hinweise auf wissenschaftliche Diskussionspunkte.

Der Anhang bietet einen nach Bildthemen geordneten, ikonographischen Index der abgebildeten Werke, der zu jedem Werk die neueste und die Standard-Literatur mitteilt (über 100 Nachweise zusätzlich zu den über 160 im Literaturverzeichnis genannten Titeln).
Georg Josef Dietz (Kupferstichkabinett Berlin) und Bruno Heimberg (ehem. Direktor des Doerner-Instituts der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen) geben einen Überblick über kunsttechnologische und restauratorische Forschungsergebnisse. Prof. Dr. Joseph Harnest (†, ehem. Fachhochschule Rosenheim) rekonstruierte mit eigenem zeichnerischen Nachvollzug Dürers Weg zur Perspektive, widerlegt damit manche Theorie und liefert nebenbei eine Anleitung zum perspektivischen Zeichnen.
Dr. Anna Scherbaum (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Mitverfasserin des Katalogs der Dürerschen Druckgrafik) betreut nicht nur die Aktualisierung des Striederschen Werks insgesamt, sondern stellt mit Auszügen aus Dürers Schriften den sprachschöpferischen Genius Dürer vor und beleuchtet mit einer Auswahl "Aus Schriften über Dürer" auch die Rezeptionsgeschichte.

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