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Eine aktualisierende und erweiternde Neubearbeitung erfuhr das Blaue Buch Die Astronomische Uhr in St. Marien zu Rostock im Sommer 2010. Seit dem ersten Erscheinen 1992 sind etliche neue Forschungsergebnisse zu verzeichnen. Unter anderem fanden dendrochronologische Untersuchungen zum Alter wichtiger verwendeter Hölzer statt, der Gießer der Stundenglocke konnte identifiziert werden, ihre ursprüngliche Bestimmung konnte einwandfrei geklärt werden. Der Bildteil wurde um viele Farbbilder erweitert. mehr

Das Blaue Buch über die Zisterzienser-Abtei Neuzelle ist im Sommer 2010 in einer erweiterten und natürlich aktualisierten Neuausgabe erschienen. Dabei wurden neue Kapitel aufgenommen zum Barocken Klostergarten und zum einzigartigen "Heiligen Grab" bzw. Ostergrab. Es sind dies Kulissen- und Figuren-Tafeln für 15 Szenen zur Passionsgeschichte bzw. zum „Osterspiel“. Es besteht aus über 450 Teilen und stammt aus den Jahren um 1751. mehr

Im Jahr der "Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr" 2010 ist dieses Buch besonders aktuell: Die 6. Auflage von "Die alten Zechen an der Ruhr" aus dem Jahr 2008 ist, bedingt durch die politischen Entscheidungsprozess (die jüngsten kamen am 30.11.2007 zuzustande) nach wie vor aktuell. Dieses Lesebuch, Nachschlagewerk und Bilderbuch in einem behandelt nahezu alle Aspekte einer Schlüsselindustrie der Zeit zwischen etwa 1850 und 2007. Der Katalogteil bietet „Lebensgeschichten” von 477 Zechen vom Mittelalter bis heute: Zechen und Schachtnamen, Förderkapazität, Beschäftigte, technische Neuerungen, Erst-Einsätze, bauliche Besonderheiten, besondere Ereignisse, Stilllegungen, Denkmalschutz und Umweltschutz. Die ersten 130 Seiten sind eine Geschichte des Ruhrbergbaus von der Frühzeit bis heute als Wirtschafts-, Sozial- und Technik-Geschichte, darin Kapitel über die Gewerkschaften im 19. Jh., den „Kampf an der Ruhr“ der 1920er, die NS-Zeit und das „Zechensterben“ der 1960er Jahre, aber auch die Schilderung der wechselnden Perspektiven bis zu den jüngsten Planungen mit Blick auf die „Ewigkeitslasten“ der Ruhrkohle sowie Probleme des Klimawandels wie der globalen Energiewirtschaft. Die 6. Auflage schreibt nicht nur die Geschichte bis 2007 fort, sondern erweitert das ohnehin reiche Bildprogramm mit seinen vielen historischen Fotos, hauptsächlich aus den 1950er bis 1990er Jahren, um einen aktuellen 8-seitigen Foto-Exkurs zum Thema „Zollverein Weltkulturerbe“. mehr

"Architektur der Zwanziger Jahre in Deutschland" - Ein Vermächtnis in Gefahr. Von Peter Bläsing. Einführung von Christian Welzbacher. Was ist übrig von der Architektur der Zwanziger Jahre? Walter Müller-Wulckow hatte 1929 in seinen drei Blauen Büchern zur „Deutschen Baukunst der Gegenwart“ 323 Fotos von 248 zeittypischen Bauten gezeigt. Peter Bläsing hat ihnen in den letzten fünfzehn Jahren mit großer Sorgfalt nachgespürt und sie fotografiert, und zwar möglichst aus dem Blickwinkel von 1929. Ein Ergebnis: 67 der 248 Objekte wurden inzwischen zerstört oder bis zur Unkenntlichkeit verändert, zahlreiche sind aber auch mehr oder weniger gepflegt einigermaßen original erhalten. Diese Dokumentation im Ortsalphabet ist ein Appell an das öffentliche Bewusstsein. Christian Welzbacher weist in seiner Einführung unter anderem darauf hin, dass sowohl die Bilder von 1929 als auch die jüngsten bestenfalls Abbilder einer Moderne sind, die immer nur zwischen Buchdeckeln oder in den Köpfen existiert hat. Lobende, ja begeisterte Rezensionen brachten Baunetz.de ("Was für ein hinreißendes Projekt!"), Frankfurter Rundschau, der Berliner "Tagesspiegel", "Monumente" (die Zeitschrift der Deutschen Stiftung Denkmalschutz) und "Gutenbergs Welt" des Westdeutschen Rundfunks, der ekz-Informationsdienst für öffentliche Bibliotheken und andere. mehr

Der Band Jugendstil in Bad Nauheim von Hiltrud A. M. Hölzinger und Christina Uslular-Thile konnte dank Unterstützung aus Bad Nauheim kurzfristig neu aufgelegt werden und ist, anders als in unserem Gesamtverzeichnis (Stand 17.9.2009) angegeben, ab sofort wieder lieferbar. Bad Nauheim zählt allein schon durch seine Kur-Anlagen zu den wichtigsten Jugendstil-Städten der Welt. Wegen dieses „Gesamtkunstwerks“ ist die Stadt einziges deutsches Mitglied im „Réseau Art Nouveau Network“ bedeutender europäischer Jugendstilstädte wie Barcelona, Brüssel, Budapest, Glasgow, Helsinki oder Wien. Umso mehr verwundert es, dass die Stadt und ihr wichtigster Architekt Wilhelm Jost in der Jugendstil-Literatur bisher kaum vorkommen. – Die Grafikerin und Fotografin H. A. M. Hölzinger feiert den Bad Nauheimer Jugendstil in diesem von ihr gestalteten Buch mit großformatigen Fotos, vielen Details und einem interessanten Layout. Die Kunsthistorikerin Uslular-Thiele begleitet die Bildsequenzen mit kurzen Texten, die den Bezug zur Entwicklung des deutschen Jugendstils zeigen und auch für Fachleute Neues enthalten. Im Anhang bietet sie Biografien der in Bad Nauheim tätigen, zum Teil kaum bekannten Architekten und Künstler. Mit seinen Forschungsergebnissen und dem reichhaltigen Bildteil ist das Buch für Kunsthistoriker ebenso unentbehrlich wie für Jugendstil-Liebhaber. Zweisprachige Ausgabe deutsch und englisch. mehr

Pünktlich zum 100. Jahrestag der Einweihung erschien das Blaue Buch Die Himmelfahrtkirche auf dem Ölberg in Jerusalem. In Jerusalem sah der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II., das eigentliche Ziel seiner religiösen und kirchenpolitischen Vorstellungen. Nach der spektakulären Reise im Herbst 1898, die der Einweihung der Erlöserkirche in der Heiligen Stadt galt, förderte er zwei weitere große Kirchenbauten, die katholische Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion und eben die Himmelfahrtkirche. Auf dem Ölberg wird seit Alters die Himmelfahrt Christi lokalisiert, waren im frühen Christentum und im Mittelalter entsprechende Gedenkkirchen entstanden, in deren Tradition der neue Kirchenbau sich stellte. Die Kirche wurde 1910 eingeweiht. Hier, in „seiner“ evangelischen Kirche, hatten Kaiserhaus, der Johanniterorden und Personen der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung Gelegenheit zu einer großzügigen Darstellung. Apsismosaik, Glasmalerei und vor allem die prächtige bemalte Decke künden davon. Lieferbar ist auch eine englische Ausgabe: ISBN 978-3-7845-721-7, EUR 7,50 mehr

Neuausgabe eines Klassikers: Ernst Barlach - Leben im Werk: Der einzige Querschnitt durch Barlachs Gesamtwerk setzt seine Schriften, Dramen, Prosawerke und Briefe, Zeichnungen und Plastiken chronologisch und möglichst auch thematisch zu einander in Beziehung. Mit wenigen Ausnahmen sind die Hauptwerke vertreten, die Texte in Auszügen. Diese Neuausgabe zeigt 22 Werke in 23 Farbabbildungen. Das Buch, herausgegeben von Naomi Jackson Groves, liegt in einer deutschen und in einer englischen Ausgabe vor. mehr

Ein Gedenkblatt für Thea Altaras Unser Gedenken gilt für immer Thea Altaras (Zagreb 11. März 1924 - Gießen 28. September 2004). - Mit unglaublichem Engagement tat Thea Altaras das, was eigentlich andere an ihrer Stelle hätten tun müssen. Ihr haben wir es zu verdanken, dass ein Teil der bittersten deutschen Geschichte Aufklärung fand. - Behutsam, ohne Hass, manchmal mit viel Trauer im Herzen forschte Thea Altaras nach dem Schicksal der einst über vierhundert Synagogen in Hessen, besonders auch nach 1945. Tief beschämt mussten wir durch ihre Suche erkennen, wie gründlich der deutsche Antisemitismus in den Städten und Dörfern gewütet hatte und mancherorts bis heute noch zu spüren ist. Wir sind Dr. phil. h. c. Dipl.-Ing. Architektin Thea Altaras zu tiefem Dank verpflichtet. - Die Arbeiten an der Neuausgabe ihres Buches "Synagogen und jüdische Rituelle Tauchbänder in Hessen - Was geschah nach 1945?" hat sie kurz vor ihrem Tod vollendet - bis auf die Bildredaktion. Ihr Lebenswerk, das Buch "Synagogen in Hessen - Was geschah seit 1945?", liegt jetzt, drei Jahre nach ihrem Tod, in einer Neuauflage wieder vor. Am 27.9.07 wurde das Buch im Rahmen einer Gedenkfeier für Thea Altaras im Netanya-Saal des Alten Schlosses in Gießen der Öffentlichkeit vorgestellt. mehr

Skandalöser Umgang mit einem Geschichts-Mahnmal: Im Frühjahr 2006 verkaufte das Bundesvermögensamt trotz verzweifelter Warnungen bedeutende Teile von Prora an einen "Investor" mit guten Verbindungen zur Politik Die 7 km lange Baugruppe in Prora auf Rügen sollte 20.000 Gäste der nationalsozialistischen „KdF“-Organisation aufnehmen, wurde aber nie ganz fertiggestellt. In ihrer Gigantomanie nur mit dem nürnberger Reichsparteitagsgelände vergleichbar, ist die Anlage das größte Dokument der NS-“Sozialpolitik“, die unter dem zynischen Begriff „Kraft durch Freude“ in Wahrheit nur Verachtung für die Erholung suchenden Feriengäste übrig hatte. Sie ist auch Zeuge für die DDR-Militärgeschichte und für die Ratlosigkeit aller Nachwende-Bundesregierungen. Obgleich unter Denkmalschutz stehend, verfallen die Bauten seit Jahren, außer jenen 20%, die durch Privatinitiativen genutzt und erhalten wurden wie z. B. durch das Museum Prora – Herausgeber dieses Buches – und das „One World Camp Youth Hostel”, die inzwischen aber zum Auszug gezwungen worden sind. Die erste Auflage dieses Buches warnte bereits 2003 vor den Gefahren, die dem Geschichts-Mahnmal drohen, und zeigte zukunftweisende Konzepte auf. Aber Leute mit guten Verbindungen zur Politik konnten ihre Interessen durchsetzen. So bietet die zweite Auflage des Buches nicht nur, wie bisher, Geschichte und Baubeschreibung von Prora, sondern berichtet auch (unter Nennung der Akteure) von dem skandalösen Verkauf bedeutender Teile der Anlage durch die Bundesregierung im Frühjahr 2006 an einen „Investor“, der bisherige Mieter mit zweifelhaften Mitteln hinausdrängte und die Aufbauarbeit der seit 13 Jahren dort etablierten Museen und anderen Institutionen zerstörte – ein veritabler Skandal, der eines Untersuchungsausschusses würdig wäre. mehr

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